Cornwall

St-michaels-mount

St-michaels-mount

In diesem Jahr haben wir uns endlich unseren Wunsch einmal in den Süden Englands zu fahren erfüllt. Nach Cornwall sollte es gehen und da in die letzte kleine Spitze kurz vor Lands End. Wir fanden auch recht schnell eine hervorragende Unterkunft ein Ferienhaus in der Nähe von Penzance.  Vor dort aus ließen sich alle geplanten Reiseziele in kurzer Fahrzeit recht gut erreichen.

Doch erst einmal lag da ein Weg von mehr als 1000 Kilometer und eine Schiffsfahrt vor uns. Wir fuhren also von Duisburg aus über die Niederlande und Belgien in knapp fünf Stunden nach Calais in Frankreich. Dort übernachteten wir in einem sehr schönen orientalisch eingerichteten Hotel.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit der ersten Fähre von Calais nach Dover. Die neunzig Minuten Überfahrt vergingen recht schnell an Bord, denn es gab auf dem Schiff und auch vom Schiff aus viel zu sehen. Nach der Ankunft in Dover fuhren wir mit zwei großen Pausen insgesamt ca. siebeneinhalb Stunden bis nach Marazion einem kleinen Ort östlich von Penzance.

Nachdem wir unser Gepäck ins Haus gebracht hatten, erforschten wir die nähere Umgebung und machten einen Spaziergang am Strand. Dort liegt auch direkt das Naturschutzgebiet Marazion Marsh, in dem wir viele Sing- und Wasservögel beobachten konnten. Die Insel St. Michaels Mount liegt direkt in der Bucht von Marazion. Die Kapelle auf dem Berg wurde im 15. Jahrhundert erbaut und bildet zusammen mit dem Schloss eine eindrucksvolle Kulisse, die wir nun jeden Morgen genießen konnten.

Lizard point

Am zweiten Tag ging es gleich zu einem für Vogelfreunde bekannten Punkt an der Küste von Cornwall. Lizard Point ist für Birder und Naturfotografen ein recht beliebter Ausflugsort, an dem man viele und auch seltene Vögel beobachten kann. So war an diesen Tag auch gleich ein Basstölpel, eine Krähenscharbe, ein Eissturmvogel und ein Kolkrabe zu beobachten. Man kann dort stundenlang sitzen und die Umgebung beobachten. Allein die Pflanzenpracht an den Hängen und die Vielfalt der Vögel an dieser Küste ist den Ausflug dorthin wert. Wir hatten bei der “Birder” Hütte an den Klippen auch einen Tipp bekommen, wo wir Alpenkrähen beobachten können. Tatsächlich hatten wir dann auch echtes Glück und sahen zwei Vögel aus kurzer Entfernung.

Die nächste Tour ging dann in die Umgebung vom Pendeen Watch Lighthouse. Dort sind ebenfalls sehr schöne Pflanzenhänge und wildromantische Felsen zu sehen. Neben den Kupfer-Zinn-Minen “Levant mine” ist in diesem Bereich der Küste auch Land’s End ein absolut empfehlenswerter Ausflugspunkt. Bei Land’s End kann man sehr schöne Wanderungen unternehmen und auch seltene Küstenvögel beobachten. Neben Basstölpel und Alpenkrähe konnten wir auch einen Turmfalken sehen. Ebenfalls zu empfehlen ist in diesem Küstenabschnitt der kleine Ort Mousehole. Der Ort hat einige sehr schöne Geschäfte, gute Restaurants und einen sehr schönen Hafen. 

Im Vogelschutzgebiet Marazion Marsh, das von der englischen Naturschutz Organisation “RSPB” betreut wird, waren wir fast jeden Tag, da es nur 5 Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft entfernt war. Neben einigen schönen Pflanzen haben wir hauptsächlich Vögel beobachtet. Graureiher, Kanadagänse, Mäusebussard, Rotmilan, Turmfalke, Schwarzkehlchen, Heckenbraunelle, Schilfrohrsänger, Bluthänfling und Zaunkönig konnten wir fast jeden Tag bei einem Spaziergang sehen.

Im “RSPB” Gebiet Hayle Estuary waren ebenfalls sehr viele Vögel zu sehen. Seidenreiher und Rotmilan waren hier die Highlights. Diese beiden Vögel konnten wir gemütlich von Birdies Bistro beobachten. Die Hütte im Gebiet war leider nicht so spannend, obwohl das Gespräch mit einem 91 Jahre alten Birder sehr interessant und lustig war.

Kynance cove

Ein weiterer Ausflug führte uns an die Küste bei Kynance cove einem Ort bei Lizard Point der ebenfalls zum National Trust gehört. Diesen Landstrich muss man gesehen haben. Die Brandung, die Felsen, die Meeresvögel und die Vegetation ist einmalig. Für eine kleine Pause bei Tee und “Homemade scones” sind wir dann im Kynance cove cafe eingekehrt. Die Landschaft in diesem Gebiet ist so schön man möchte stundenlang dort verweilen.

Der Ort St. Ives lädt zu Spaziergängen und Shoppingtouren ein, aber auch zu endlosen Wanderungen am Strand von St. Ives Bay. Der kilometerlange Strand ist gespickt mit interessanten Felsformationen und schönen Pflanzen. Natürlich kann man dort auch Baden. Dafür gibt es einen speziell bewachten Badestrand nahe dem Leuchtturm “Godrevy Lighthouse”.

Im zweiten Teil unserer Tour haben wir auch zwei der berühmten englischen Gärten besucht. Trebah Garden und Lost gardens of heligan waren schon vor Urlaubsbeginn auf unserer “to do” Liste. Beide Gärten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Im Trebah Garden waren vor allen Dingen die großen Mammutblatt “Wälder” und die riesigen verschiedenen Bambusarten sehr interessant und beeindruckend. Lost gardens of heligan ist sehr vielseitig und weiträumig. Viele Pflanzenarten, außergewöhnliche Skulpturen und abenteuerlicher Dschungel sind neben einem Restaurant mit Produkten aus eigenem Anbau mehr als sehenswert. Ein weiteres Highlight ist eine Birderhütte aus der heraus man viele heimische Vögel aus kürzester Entfernung beobachten kann.

Trebah garden

Die Insel St. Michaels Mount haben wir ebenfalls in der letzten Woche besucht. Der Ort ist mystisch und atemberaubend. Für jeden Besucher gibt es etwas, was den jeweiligen Interessen, sei es Geschichte und Architektur oder Natur und Gartenbau, entspricht. Ein Besuch der gesamten Insel mit Kloster ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Wir hoffen, dass wir euch einen kleinen Einblick in unseren wunderbaren Urlaub geben konnten. Die Orte, die Menschen und die Natur in Cornwall haben uns so gut gefallen, dass wir auf jeden Fall zumindest ein zweites Mal in den Süden Englands fahren werden.

 

Viel Spaß beim Betrachten unserer Fotos.