Petite Camargue Alsacienne

Petite Camargue Alsacienne

Die Petite Camargue wurde uns durch eine Arbeitskollegin meiner Frau empfohlen. Nachdem ich dann etwas recherchiert hatte und mir später das Buch „Kostbarkeiten der Petite Camargue Alsacienne“ von Heinz Durrer und Lukas Landmann gekauft hatte, war klar, dass wir uns auf den Weg zum Dreiländereck bei Basel machen werden.

Die Petite Camargue liegt in Frankreich zwischen dem Ort Rosenau im Norden und Saint-Louis im Süden. Das Gebiet ist aus alten Rheinarmen entstanden und war im Jahr 1957 erstmals, in Anlehnung an die bekannte Flussaue im Rhone Delta und deren Tierreichtum, als „Petite Camargue Alsacienne“ bezeichnet worden. In den siebziger Jahren sollte hier eine Großkläranlage entstehen und die Altarme des Rheins sollten zugeschüttet werden. Doch der Protest war groß und so wurde durch die Gründung der „Amis de la Petite Camargue Alsacienne“ im Jahr 1982 und einer französisch-schweizerischen Sammelaktion das Gebiet gesichert und unter Naturschutz gestellt. Über die Jahre ist das Naturschutzgebiet auf 904 Hektar gewachsen.

Im Gebiet gibt es zwei Info-Center, eins mitten im Gebiet wo auch die Verwaltung und andere Gebäude stehen und ein kleines Infohäuschen am Kanal im Süd-Osten, an dem es auch zwei Parkplätze gibt. Man kann dort viele interessante Tipps und kleine Gebietskarten bekommen. Leider konnten wir die Ausstellung im großen Infocenter nicht besuchen, da es an unseren Urlaubstagen geschlossen hatte. Die Webseite der Petite Camargue hat es in sich. Sie hat unwahrscheinlich viele Informationen und Tipps für den Besucher!

Das Gebiet verfügt über einen großen Teichbereich an dem man Frösche, Libellen und andere Tiere fotografieren kann. Dieser Bereich liegt am großen Infocenter und ist über einen Bohlenweg gut zugänglich. Hier kann man stundenlang das Leben am Teich beobachten und auch sehr gut fotografieren. Insgesamt sind im Gebiet 16 Amphibienarten und 40 Libellenarten zu sehen.

Aber auch außerhalb vom Infocenter kann man auf Bohlenwegen das Gebiet in den Feuchträumen erkunden und kann so insgesamt, auch über normale Wanderwege, dreizehn! Beobachtungshütten erreichen.

An den Wegen lassen sich 15 Orchideen-Arten und viele weitere Pflanzenarten bewundern. Aus den Beobachtungshütten sind 30 Säugetierarten (darunter 5 Fledermausarten) und 174 Vogelarten (davon 76 Brutvögel) zu beobachten.

Auf unseren Streifzügen durch das Gebiet haben wir Nutrias, Galloway-Rinder, Gartenschläfer, Eichhörnchen, verschiedene Fische, Libellen, Käfer und Schmetterlinge gesehen. Natürlich auch noch viele Pflanzen, die die Landschaft noch bunter präsentierten. Unter den Vogelbeobachtungen waren der Fischadler, Habicht, Purpurreiher und Trauerschnäpper die Highlights. Aber auch den Gartenrotschwanz, Turmfalken, Mäusebussard, Silberreiher, Graureiher, Buntspecht, Kormorane, Elster, Rabenkrähe, Eichelhäher, Blesshühner, Teichhühner, Stockenten, Reiherenten, Graugänse und Eisvögel konnten wir beobachten und zum Teil fotografieren.

Die Entfernungen zwischen den Hütten sind gering und lassen sich auch mit schwerem Fotorucksack bewältigen.

Uns hat es sehr viel Freude bereitet, die Petite Camargue zu besuchen und wir werden auf jeden Fall wieder kommen.

Unsere Naturfotos aus der Petite Camargue finden Sie hier.

Untergebracht waren wir in Weil am Rhein im Carat-Hotel, in dem es auch ein sehr gutes mexikanisches Restaurant gab.

Weitere Empfehlungen finden Sie in der folgenden Linkliste:

Gasthaus am Bootssteg

Brasserie Le Charlet

Basel

Weil am Rhein

Burg Rötteln

Hochburg

Kaiserstuhl